Zum Inhalt springen

Meldung vom 21. Oktober 2026

Qick: Schwedischer E-Scooter-Verleih startet in Deutschland

Von Redaktion E-Scooter HeldAktualisiert am

Qick: Schwedischer E-Scooter-Verleih startet in Deutschland

Mit Qick ist 2026 ein neuer E-Scooter-Verleiher nach Deutschland gekommen: Die gelben Roller des schwedischen Unternehmens fahren in Münster und in Kassel. In Münster startete Qick laut der Lokalzeitung ms-aktuell am Wochenende um den 1. März 2026 mit rund 1.500 Fahrzeugen.

Wer hinter Qick steckt

Qick wird von der Qick Mobility AB aus Örebro in Schweden betrieben. Das Unternehmen wurde 2019 gegründet. Nach eigenen Angaben wuchs es von rund 80 Rollern auf mehrere Tausend. In Schweden fährt Qick laut ms-aktuell vor allem in mittelgroßen Städten, etwa in Örebro, Västerås, Linköping und Jönköping. Münster gehört zu den ersten Standorten in Deutschland.

Einen ausführlichen Überblick über das Unternehmen, die App und die Ausstattung der Roller findest du im Anbieterprofil von Qick.

Start in Münster

Am 3. März 2026 berichtete ms-aktuell, dass Qick seit dem vorangegangenen Wochenende im Stadtgebiet unterwegs ist. Mit den rund 1.500 Rollern stieg die Zahl der großen Anbieter in Münster auf vier. Das Ordnungsamt führt Qick inzwischen neben Dott, Bolt und Voi in seiner Liste der Verleiher. Vor Ort wechseln Servicekräfte die Akkus und verteilen die Roller.

Münster weist seit dem 24. April 2023 in der Innenstadt und an der Weseler Straße feste Parkzonen für E-Scooter aus. Außerhalb dieser Zonen kannst du dich dort nicht vom Roller abmelden.

Kassel: Vertrag, Gebühr und Ärger

In Kassel gilt seit dem 1. April 2026 eine neue Sondernutzungssatzung. Anbieter wie Bolt oder Qick dürfen ihre Roller nur noch anbieten, wenn sie einen Sondernutzungsvertrag mit der Stadt abschließen. Sie zahlen pro Roller einen Euro Gebühr im Monat. Abgestellt werden darf nur noch an Fahrradbügeln oder auf markierten Flächen. Verstoßen Anbieter gegen den Vertrag, kann die Stadt eine Vertragsstrafe von bis zu 1.000 Euro verhängen.

Im Juni 2026 zog die Stadt eine erste Bilanz. Insgesamt wurden mehr Roller richtig geparkt. Zwei Anbietern warf die Stadt aber einen „systematischen Vertragsbruch“ vor: Qick und Dott. Bei beiden ließen sich Fahrten nach Angaben der Stadt weiterhin fernab der erlaubten Abstellorte beenden. Auf Anfragen des Hessischen Rundfunks antworteten beide Unternehmen zunächst nicht.

Was Qick anders macht

  • Mindestalter 18 Jahre: Gesetzlich darfst du E-Scooter ab 14 Jahren fahren. Qick verlangt laut Hilfe-Center aber mindestens 18 Jahre. Einen Führerschein brauchst du nicht.
  • Parken nur an festen Orten: Laut Qick ist Parken nur an Fahrradständern oder auf gekennzeichneten Scooter-Stellplätzen erlaubt. Die erlaubten Parkzonen zeigt die App auf der Karte.
  • Fossilfreier Betrieb (Eigenangabe): Qick wirbt damit, dass alle täglichen Abläufe ohne fossile Brennstoffe auskommen und die Roller mit Ökostrom geladen werden. Die Fahrzeuge sollen fünf bis sechs Jahre halten. Unabhängige Belege dafür liegen uns nicht vor.
  • Pässe: Laut den Nutzungsbedingungen gibt es neben Einzelfahrten auch Pässe, etwa für einen Monat oder 24 Stunden. Eine öffentliche Preisliste für Deutschland haben wir nicht gefunden. Den Preis zeigt dir die App vor dem Start.

Was das für dich bedeutet

Wohnst du in Münster oder Kassel, hast du eine weitere Leih-Option. Unter 18 Jahren kannst du Qick aber nicht nutzen. Beende deine Fahrt nur in einer Parkzone aus der App. Entfernt die Stadt einen falsch geparkten Roller, darf Qick dir laut Nutzungsbedingungen eine Gebühr berechnen. Wie du Leihroller regelkonform abstellst, erklärt der Ratgeber E-Scooter richtig abstellen. Welche Städte inzwischen feste Abstellflächen eingeführt haben, zeigt die Meldung zu Abstellflächen für E-Scooter.